Schuhkarton schlägt Osterei

Februar 2010 – In Halle 6, in der "Superyacht-Halle" hatte die Pinasse 46 einen ausgezeichneten Platz gefunden. Den üblichen konventionellen Motoryachten mit ihren schwellenden runden Formen stand die kantige, mit einem optimalen Raumangebot konstruierte Pinasse entgegen. Ein Schuhkarton bietet eben mehr Platz als ein Osterei! Die Pinasse als Hecht im Karpfenteich.

Das Düsseldorfer Publikum nahm das Pinasse-Prinzip mit großem Interesse und teilweise Begeisterung zur Kenntnis. Der Design-Fortschritt und die Verarbeitung der Pinasse wurden immer wieder gelobt. Im Preisvergleich gegenüber gleichgroßen Kunststoff Serienyachten konnte die Pinasse als Aluminium-Einzelbau zusätzlich punkten.

Etwa die Hälfte der ernsthaften Pinasse-Interessenten kam aus dem Ausland. Zwei Trends zeigten sich in den Tagen von Düsseldorf. Es gibt eine zunehmende Nachfrage durch Segler die sich nach der Bequemlichkeit einer Motoryacht sehnen und damit vor allem Binnenreviere erkunden wollen, ohne (bei günstigem Treibstoffverbrauch) auf Hochseereisen verzichten zu müssen. Dieser Klientel gefiel die Pinasse 46 mit der an ein schwimmendes Appartement erinnernden  Einrichtung und den großen Fensterfronten besonders gut.

Für wärmere Gewässer wie das Mittelmeer und den Persischen Golf wird nach einem größeren Boot mit einer stärkeren Motorisierung gefragt, um Geschwindigkeiten von über 30 Knoten zu erreichen. Die Pinasse wäre damit ein Vollgleiter. An einem entsprechenden Konzept arbeitet Konstrukteur Georg Nissen.

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